Dendritische Zelltherapie -
Chronisch Lymphatische Leukämie (CLL)
Die chronisch lymphatische Leukämie (CLL) ist eine meist langsam fortschreitende Erkrankung des lymphatischen Systems, bei der sich funktionsgestörte B-Lymphozyten im Blut, Knochenmark, in Lymphknoten und Organen ansammeln.
Der Krankheitsverlauf kann sehr unterschiedlich sein – von lange stabilen Phasen bis hin zu behandlungsbedürftigen Progressionen.
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Klassische Behandlungsstrategien bei CLL
Die konventionelle Therapie der CLL richtet sich nach Krankheitsstadium, Symptomen, genetischen Risikofaktoren und dem Allgemeinzustand der Patient:innen.
Zu den etablierten Verfahren gehören:
Watch & Wait (Beobachtendes Abwarten)
Bei frühen oder stabilen Krankheitsverläufen ohne relevante Symptome wird häufig zunächst auf eine sofortige Therapie verzichtet.
Chemotherapie
Einsatz klassischer Zytostatika, meist in Kombination mit anderen Wirkstoffen.
Immunchemotherapie
Kombination aus Chemotherapie und monoklonalen Antikörpern (z. B. gegen CD20), um Leukämiezellen gezielter anzugreifen.
Zielgerichtete Therapien
Moderne Medikamente wie BTK- oder BCL-2-Inhibitoren greifen spezifische Signalwege der Leukämiezellen an und haben die CLL-Behandlung in den letzten Jahren deutlich verändert.
Stammzelltransplantation
In ausgewählten Hochrisikofällen kann eine allogene Stammzelltransplantation in Betracht gezogen werden.
Dendritische Zelltherapie – immunologischer Ansatz bei CLL
Die dendritische Zelltherapie gehört zu den personalisierten immunologischen Therapiekonzepten. Ziel ist es, das körpereigene Immunsystem gezielt darin zu unterstützen, krankhaft veränderte Zellen besser zu erkennen.
Dabei werden dendritische Zellen aus dem Blut des Patienten gewonnen, im Labor aufbereitet und mit krankheitsspezifischen Antigenen beladen. Anschließend werden sie dem Körper wieder zugeführt, um eine gezielte Immunreaktion zu stimulieren.
Bei der CLL wird dieser Ansatz derzeit nicht als Standardtherapie, sondern als begleitende oder experimentelle immunologische Strategie betrachtet. Er kann insbesondere im Rahmen individueller Therapiekonzepte, klinischer Studien oder zur immunologischen Unterstützung diskutiert werden.
Kombinationstherapien und individuelle Konzepte
In der integrativen Onkologie wird zunehmend geprüft, wie klassische Therapien, zielgerichtete Medikamente und immunologische Ansätze sinnvoll aufeinander abgestimmt werden können. Ziel ist es, Therapien besser zu individualisieren, Nebenwirkungen zu berücksichtigen und das Immunsystem nicht unnötig zu schwächen.
Die Eignung einer dendritischen Zelltherapie oder anderer immunologischer Verfahren hängt dabei immer vom individuellen Krankheitsverlauf, den Vorbehandlungen, der Immunfunktion und der aktuellen Therapiesituation ab.
Wichtiger Hinweis
Die dendritische Zelltherapie ersetzt keine etablierte Standardtherapie der CLL. Ob und in welcher Form immunologische Zusatzkonzepte sinnvoll sein können, sollte stets im Rahmen einer individuellen ärztlichen Beurteilung erfolgen.
Die dendritische Zelltherapie ist ein patientenindividueller immunologischer Ansatz.
Es werden keine Heilversprechen gegeben.
