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Immuntherapie bei Brustkrebs

Moderne immunologische Behandlungs­möglichkeiten – mit Fokus auf die dendritische Zelltherapie

Eine Brustkrebsdiagnose wirft für Betroffene viele Fragen auf. Neben etablierten Behandlungsformen wie Operation, Chemotherapie, Bestrahlung oder Hormontherapie rückt die Immuntherapie zunehmend in den Fokus – insbesondere dann, wenn Patientinnen nach ergänzenden, personalisierten und immunologisch orientierten Therapieansätzen suchen.

Auf dieser Seite geben wir einen übersichtlichen, verständlichen und sachlichen Überblick über die verschiedenen Formen der Immuntherapie bei Brustkrebs – mit besonderem Augenmerk auf die dendritische Zelltherapie.

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Was bedeutet Immuntherapie bei Brustkrebs?

Immuntherapien verfolgen das Ziel, das eigene Immunsystem gezielt gegen Tumorzellen zu aktivieren. Anders als klassische Therapien greifen sie nicht direkt den Tumor an, sondern unterstützen die körpereigene Abwehr dabei, Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen.

Je nach Brustkrebsform, Krankheitsstadium und individueller Situation kommen unterschiedliche immunologische Strategien infrage – häufig ergänzend zu bestehenden Therapiekonzepten.

Überblick: Immuntherapie-Formen bei Brustkrebs

Checkpoint-Inhibitoren

Diese Medikamente beeinflussen sogenannte Immun-„Bremsen“ (z. B. PD-1/PD-L1) und ermöglichen es dem Immunsystem, Tumorzellen wieder besser zu erkennen.
Sie kommen vor allem bei bestimmten Subtypen wie triple-negativem Brustkrebs zum Einsatz – meist im Rahmen definierter Therapieschemata.

Antikörperbasierte Immuntherapie

Bestimmte Antikörper binden gezielt an Oberflächenstrukturen von Krebszellen und machen sie für das Immunsystem angreifbar. Diese Therapieformen sind häufig an molekulare Eigenschaften des Tumors gebunden.

Adoptive Zelltherapien

Hierbei werden Immunzellen außerhalb des Körpers aktiviert oder verändert und anschließend zurückgeführt. Diese Verfahren befinden sich teils noch in spezialisierten Anwendungsbereichen.

Dendritische Zelltherapie – personalisierte Immuntherapie bei Brustkrebs

Die dendritische Zelltherapie zählt zu den individuellsten Formen der Immuntherapie. Sie nutzt zentrale Schaltstellen des Immunsystems – die dendritischen Zellen –, um eine gezielte Immunantwort gegen Tumorantigene auszulösen.

 

Wie funktioniert die dendritische Zelltherapie?

  1. Blutentnahme beim Patienten

  2. Gewinnung und Reifung dendritischer Zellen im spezialisierten Labor

  3. Beladung mit tumorassoziierten Antigenen

  4. Rückgabe der aktivierten dendritischen Zellen per Injektion

  5. Aktivierung von T-Zellen, die Tumorzellen erkennen können

Ziel ist es, dem Immunsystem „zu zeigen“, gegen welche Strukturen es gezielt vorgehen soll.

 

Für wen kann die dendritische Zelltherapie relevant sein?

Die dendritische Zelltherapie wird häufig erwogen bei:

  • Brustkrebs nach abgeschlossener Primärtherapie

  • persistierender oder rezidivierender Erkrankung

  • metastasierter Situation (ergänzend)

  • Wunsch nach personalisierter, immunologischer Ergänzung

  • Patientinnen, die aktiv an ihrer Therapieplanung mitwirken möchten

Die Eignung wird immer individuell geprüft und ersetzt keine ärztliche Therapieentscheidung.

 

Vorteile der dendritischen Zelltherapie

  • personalisierte Immuntherapie

  • Nutzung körpereigener Zellen

  • gezielte Immunaktivierung

  • in der Regel gute Verträglichkeit

  • kombinierbar mit anderen Therapien

  • individueller Therapieansatz statt Standardlösung

Kombinationstherapien – ein integrativer Ansatz

In der Praxis wird die dendritische Zelltherapie häufig nicht isoliert, sondern als Teil eines ganzheitlichen Therapiekonzepts eingesetzt, z. B. in Kombination mit:

  • onkologischen Standardtherapien

  • immunmodulierenden Infusionen

  • begleitenden Maßnahmen zur Immunstärkung

  • strukturierter Verlaufsbeobachtung

Häufige Fragen zur Immuntherapie bei Brustkrebs (FAQ)

 

Ist Immuntherapie bei Brustkrebs für jede Patientin geeignet?
Nein. Die Eignung hängt vom Tumortyp, Stadium, Vortherapien und individuellen Faktoren ab.

 

Ersetzt die dendritische Zelltherapie eine Chemotherapie?
Nein. Sie wird in der Regel ergänzend eingesetzt und nicht als Ersatz verstanden.

 

Gibt es Nebenwirkungen?
Die dendritische Zelltherapie gilt als gut verträglich. Mögliche Reaktionen werden individuell besprochen.

 

Wo ist eine dendritische Zelltherapie möglich?
Die Therapie wird in spezialisierten Strukturen mit medizinischer Logistik durchgeführt.

Eine Immuntherapie bei Brustkrebs ist kein Standardweg, sondern ein individueller Entscheidungsprozess. Eine fundierte Information, realistische Erwartungen und eine ärztliche Begleitung sind dabei entscheidend.

 

Auf unserer Webseite finden Sie weitere Informationen, Publikationen und Hintergründe zur dendritischen Zelltherapie in Deutschland.

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