Kombinationstherapie: Injektionen, Infusionstherapie und dendritische Zelltherapie
Die moderne integrative Krebsmedizin verfolgt zunehmend das Ziel, verschiedene therapeutische Ansätze sinnvoll miteinander zu kombinieren. Eine Kombination aus Injektionen, Infusionstherapien und der dendritischen Zelltherapie kann dabei helfen, unterschiedliche biologische Ebenen gleichzeitig zu adressieren und das Immunsystem gezielt zu unterstützen.

Grundprinzip der Kombinationstherapie
Krebserkrankungen sind komplexe Prozesse, die nicht nur einzelne Zellen, sondern das gesamte immunologische und zelluläre Gleichgewicht betreffen. Kombinationstherapien setzen daher auf ein mehrstufiges Konzept, das individuell angepasst wird und folgende Ziele verfolgt:
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Unterstützung und Stabilisierung des Immunsystems
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Verbesserung der Immunantwort gegen veränderte Zellen
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Begleitende Unterstützung während oder nach konventionellen Therapien
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Berücksichtigung von Tumorart, Stadium und Metastasierung
Rolle der dendritischen Zelltherapie
Die dendritische Zelltherapie ist ein personalisiertes immunologisches Verfahren. Dendritische Zellen übernehmen im Immunsystem eine Schlüsselrolle, da sie Antigene präsentieren und gezielte Immunreaktionen auslösen können.
Im Rahmen der Therapie werden dendritische Zellen aus dem Blut des Patienten gewonnen, im Labor aufbereitet und mit tumorassoziierten Antigenen beladen. Nach der Rückgabe in den Körper sollen sie das Immunsystem dabei unterstützen, krankhaft veränderte Zellen besser zu erkennen.
Die dendritische Zelltherapie bildet dabei häufig den zentralen immunologischen Baustein innerhalb eines Kombinationstherapiekonzepts.
Injektionen und Infusionstherapien als begleitende Maßnahmen
Injektionen und Infusionstherapien werden in der Kombinationstherapie eingesetzt, um den Organismus unterstützend zu begleiten. Je nach individuellem Bedarf können sie folgende Funktionen erfüllen:
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Unterstützung des Immunstoffwechsels
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Versorgung mit ausgewählten Mikronährstoffen
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Stabilisierung während belastender Therapiesituationen
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Unterstützung der Regeneration und Belastbarkeit
Diese Maßnahmen ersetzen keine Krebstherapie, können jedoch im Rahmen eines ganzheitlichen Konzepts begleitend eingesetzt werden.
Individuelle Abstimmung und zeitliche Planung
Ein wesentlicher Bestandteil der Kombinationstherapie ist die zeitliche Abstimmung der einzelnen Maßnahmen. Unterschiedliche Wirkmechanismen werden bewusst getrennt oder kombiniert, um eine gute Verträglichkeit zu gewährleisten.
Die Auswahl und Reihenfolge der Injektionen, Infusionen und immunologischen Verfahren erfolgt stets individuell und orientiert sich an:
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dem aktuellen Krankheitsverlauf
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dem Immunstatus
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bestehenden Vorbehandlungen
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der allgemeinen Belastbarkeit des Patienten
Ziel der Kombinationstherapie
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Das Ziel integrativer Kombinationstherapien ist es,
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das Immunsystem gezielt zu unterstützen,
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immunologische Prozesse besser zu koordinieren,
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und Patienten während ihrer Therapie umfassend zu begleiten.
Dabei stehen Transparenz, Individualisierung und medizinische Sorgfalt im Mittelpunkt.
Wichtiger Hinweis
Die genannten Verfahren stellen keine Heilversprechen dar und ersetzen keine leitliniengerechte onkologische Therapie. Ob und in welcher Form eine Kombinationstherapie sinnvoll ist, muss immer individuell und ärztlich geprüft werden.
